offener Brief zur Außendarstellung des HTTV

„offener Brief zur Außendarstellung des HTTV“

Wir haben im Moment in Hessen ein paar tolle Nachwuchstalente. Das ist super. Über diese wird auch permanent u. intensiv auf der Homepage u. im plopp berichtet. Auch in Ordnung.

Aber der HTTV gründet sich doch auf ca. 90-95% anderer Mitglieder, die elementare Basis der Pyramide ohne die es weder den Verband noch vieles andere im Spitzensport geben würde.

Von diesen 90-95% liest man sehr wenig bzw. von Aktivitäten des Verbandes zu diesem Teil seiner Mitglieder.  Es entsteht der Eindruck dass der Verband nur noch den Spitzensport (wie gesagt , sehr schön) im Fokus hat.

Verbandsaktivitäten welche das Fundament des HTTV mehr betreffen wie zu Kitas, Frühförderung, Schulaktionen, Vereinskooperationen, Damensport, Lehrwesen, Behindertensport, Inklusion, Basis-u. Breitensport, Jugendschutz, Ablösesummen für Talente, Unterstützung für kleine Vereine, Vereinsförderung und vieles mehr sind doch für viele auch interessant.  Hier gibt es zahlreiche Themen u. Aufgabengebiete, die möglicherweise manch einem vernachlässigt vorzukommen scheinen. Die Einsetzung eines Schulsport-Mitarbeiters kann ja nicht alles sein. Sehr interessant wäre auch das Thema Verbandsorganisation (Kreise, Bezirke, vom Klassenleiter, Kreiswarten und Kreisjugendwarten bis Bezirksverantwortung. Auch was der Verband hier unternimmt um in Zeiten stark rückläufiger Ehrenamtsbereitschaft u. Qualität entgegenzusteuern usw.. Der Trainingsbereich, Top-Talentförderung mit zahlreichen Verbandstrainern ist nur ein Teilgebiet und betrifft nur den Spitzensport. Im weitesten Sinne ist es noch nicht einmal Vereinsförderung, da die Talente meist ohnehin nicht bei ihren Heimatvereinen bleiben (auch interessantes Thema mit vielen Facetten wieso, weshalb, warum…).

Letztlich sind für die Mehrzahl der Verbandsmitglieder doch nicht die Toptalente entscheidend, die oft nur wenige Großvereine betreffen, sondern hier sind oft ganz andere Themen wichtig zu Gegenwart, Zukunft und Perspektiven.

Aus dem Leistungssport wären vielleicht auch nicht nur Turnierberichte (auch VR-Cups) schön, sondern auch Inhalte u. Abläufe zu HTTV-Trainings u. Spieler-Werdegänge (Vereine), Berichte zu HTTV-Top-Lehrgängen (hatte Horst Heckwolf früher gemacht) interessant.

Wie gesagt, mir geht es um Verbands-Aktivitäten, nicht um Einsendung von Vereinsberichten zu einer Schul-AG, Vereinsmeisterschaft oder Grillparty die oft nur für den jeweiligen Verein von Interesse sind.

Zudem ist nicht zu vergessen dass die Spieler der HTTV- oder gar Bundeskader nicht letztlich sondern absolut vordergründig Vereinsmitglieder sind. Auch diese erscheinen mir manchmal in der Berichterstattung etwas zu kurz zu kommen. Denn in den Vereinen wird doch ein Großteil der grundlegenen Arbeit geleistet, ohne die vieles andere gar nicht möglich wäre.

Es ist nicht von Rolf zu verlangen hier zu zig Spezialgebieten umfangreiche zeitliche Recherchen zu erstellen u. großen Journalismus aufzuziehen. Mein größter Respekt, dass er überhaupt so viele Berichte schafft u. diesen aktuellen Umfang leistet. Vielleicht wäre es ein Ansatz, wenn viele Fachbereichsleiter selbst regelmäßig Berichte zu ihren Gebieten erstellen, die Rolf (Redaktion) nur noch etwas „aufhübschen“ müsste. So würde vieles vielleicht auch transparenter und abwechslungsreicher werden und die Arbeit des Verbandes vielfältiger darstellen.

Die grundsätzlichen Frage welche die Basis bewegen ist doch: „Was unternimmt der Verband um unseren Sport für die Zukunft in seiner Vielfältigkeit und Breite zu erhalten ?“

Damit es nicht irgendwann nur noch wenige Großvereine und Zentren gibt, die ohne die Breite und Vielfältigkeit aller Vereine aber auch früher oder später Einbußen und Nachteile bekommen. 90-95% sind Hobbysport in einem Verbandsuniversum und machen auch fast jeden Verein selbst aus. Diesen Bereich zu vernachlässigen wäre fatal.“

Wie eingangs erwähnt bitte ich dies nicht als Kritik anzusehen, sondern als konstruktiven Hinweis, Vorschlag und Anregung aufzunehmen.

beste Grüße,
Holger Thösen